off the… Hoteltest – das Kranzbach

Ich war also im Kranzbach. Auf Einladung von trnd.com sozusagen. Ich war dazu 38 Stunden unterwegs, davon bin ich 11 im Auto gesessen, hab knapp unter 1.100 Kilometer runtergeradelt, bin in 3 verschiedenen Staus gestanden und die knapp 27 Stunden, die ich im Kranzbach verbracht habe waren mit die besten 27 Stunden ever. Alleine schon die direkte Ankunft im Kranzbach ist atemberaubend. Mitten in den Bergen, knapp oberhalb von Garmisch gelegen, nur über eine Privatstrasse erreichbar. Mitten in einer herrlichen Wiesenlandschaft liegt das alte englische Schloss.

Daneben drangebaut der neue Hotelteil, in dem sich aus der Spabereich befindet. Passt aber. Kein Stilbruch. Alt und neu passt hier. Auch innen. Schließlich bleibt mir nach der Ankunft beim aufs Zimmer bringen ein zweites Mal der Mund offen stehen. Ich hab nämlich das blaue Zimmer bekommen. Und das bietet nicht nur einen traumhaften Blick auf die Berge, viel Platz und einen modernen Flatscreen, sondern vor allem auch eine alte, englische Badewanne, mit eisernen Füssen, mitten im Zimmer. Herrlich. Die Flasche Sekt, die mich am Zimmer erwartet ist nett gemeint, aber ihr kennt ja meine Vorlieben (mitgenommen hab ich sie natürlich trotzdem und auf Facebook per Gewinnspiel verspielt und es ist ja fast schon erschreckend, wie genau I. mein Abendmenü richtig erraten hat…).

Seis drum, ab ins Spa (und ich sags gleich, die Kamera hab ich da draussen gelassen, schließlich gibt es auf der Website des Hotels schöne Pics von dort und ich wollt die anderen Gäste dann doch nicht allzu sehr belästigen… und wer mag schon Bilder von mir im Saunabereich sehen? Besonders schön fand ich, dass das Kranzbach mich anscheinend sehr gut kennt und deshalb auf jedem Zimmer für jeden Gast eine eigene Badetasche bereithält.

Schließlich neige ich ja gerne dazu, Badeschlapfen und ähnliches zu vergessen. Ist also eine nette Idee, in einem eigenen hübschen Bastkorb seinen eigenen Bademantel, Badeschlapfen und Handtuch vorzufinden. Wie auch immer, der Spabereich ist sensationell. Sehr modern, sehr stylisch, tolle Liegen, eigene Flüsterbereiche, ein Saunabereich mit Balkon, Saunen, einer Sole-Minze-Dampfkammer (die war überhaupt der Hammer). Zusätzlich mehrere Indoor- und Outdoorpools, ein Sportbecken, Whirlpools. Eine riesen Liegewiese – klar, bei 130.000 m2 Almwiese rund ums Kranzbach auch nicht sonderlich schwer… :-). Ach und den Kamin im Saunabereich erwähne ich jetzt nicht extra, klingt ja ansonsten fast schon zu dekadent…

Besonders nett auch, dass sowohl im Hotelbereich als auch im Spabereich mittags ein Salat- und Suppenbüffet und nachmittags ein Kuchenbüffet gibt, ich konnte meinen Hunger also gleich im Bademantel stillen. Im Spabereich stehen auch überall Gläser bereit, um das hoteleigene Wasser zu trinken, inklusive jeder Menge Fruchtsäfte zum aufspritzen. Aber das Leben ist ja nicht nur faul rumliegen, ist man in so einer tollen Gegend mit direktem Blick auf Wetterstein und Zugspitze dann mag man sich das alles auch mal ein bisserl näher angucken. Daher ganz gut, dass das Kranzbach mehrere Sportgeräte zum Ausborgen bereit hält – mit den Schneeschuhen und den Langlaufskiern hab ich jetzt witterungsbedingt nicht allzuviel angefangen, aber das Mountainbike ist mir gerade recht gekommen. Also rauf aufs Rad und gut eine Stunde durch die tatsächlich wunderschöne Gegend geradelt. Wobei ein bisserl rasten war auch drinnen, solche Gegenden mit Blick auf Berge haben ja auch den konditionstechnischen Nachteil, auch selbst etwas hügeliger zu sein…

(Ich war dann natürlich rechtzeitig zurück im Zimmer, um mir vor dem Abendessen eine Badewanne einzulassen, das musste natürlich schon sein.) Nach einer Runde Sport hab ich mich dann fertig gemacht für mein Spezialpaket, ein Dinner in the Kitchen. Direkt in der Küche, dem Küchenchef über die Schulter zu gucken, für mich als Profiesser Hobbykoch natürlich besonders interessant. Mal ganz abgesehen davon, dass das Essen selbst ausgesprochen lecker war und ich natürlich nicht nur mein Menü gegessen hab sondern auch noch ein bisserl sonst kosten durfte. War auf jeden Fall sehr spannend zu sehen, wie gut organisiert das alles abgelaufen ist in der Küche. Tausend Dinge vorbereitet, jeder Handgriff genau eintrainiert, hat fast nicht wie kochen gewirkt sondern wie eine Inszenierung. Aber lecker. Im Anschluss ans Essen (ok, ok, ich sags eh schon: Satespieße vom Struass, Dillessenz, Piccata gefüllt mit Austernpilzen und Spargelrisotto, schwarze Tagliarini, den Cassisapfel, ein bisserl Brombeersauce und nicht zu vergessen, Käse schließt den Magen…) hab ich mir dann noch einen White Russian an der Bar gegönnt und die restlichen verwinkelten Ecken des Kranzbach erkundet und dabei nicht nur eben eine sehr feine Bar entdeckt sondern auch noch ein Spielzimmer und einen wirklich sehr verlockenden Rauchersalon gefunden.

Wie überhaupt das ganze Hotel nach jeder Ecke etwas neues, anderes bietet: Neben dem fast schon logischen Fitness-Raum (der aber ganz unüblich mit Top-Geräten ausgestattet ist) ein dann doch an der gefundenen Stelle etwas überraschendes Klavier, mehrere gemütliche Ecken mit Kamin, gepolsterte Fensterbänke zum gemütlich Chillen und und und…

Tjo, fast schon schade, einfach schlafen zu gehen, ging aber nicht anders, bei all dem Entspannen (und radeln) hat mich dann doch zu laut das Betterl gerufen. Dass das Frühstücks-Büffet dann in so einem Wellness-Hotel sensationell war, überrascht jetzt nicht mehr wirklich, wichtiger war mir dann aber schon die Vorfreude auf meine Behandlung. Eine 60 Minuten Ayuverda-Massage. Sehr entspannend. Das einzig traurige an dem ganzen war nur, dass es dann schon fast mittags war. Nicht jetzt, weil das Suppen- und Salatbüffet nicht gut gewesen wäre, keine Sorge, es war grossartig, aber schön langsam hab ich mich ja dann doch wieder auf den Heimweg machen müssen. Schließlich musste ich ja rechtzeitig daheim sein für die Alias Toem Bandprobe. Aber das Thema hatten wir ja schon…

Seis drum, ich hab es eingangs gesagt, 27 fantastische Stunden im Kranzbach. Ich glaube, ich hab hier ausreichend Superlativen hinterlassen um klar und deutlich zu machen: Es war herrlich. Die sehen mich sicher wieder. Gerne auch mal ein paar Tage länger. Aber auf jeden Fall wieder im blauen Zimmer :-)

Ach und hier findet ihr noch alle Photos von meinem Aufenthalt:

[salbumlist=29,n]

Disclaimer: ich bekomm keine Kohle, weder vom Hotel Kranzbach noch von trnd.com, bin zu gar nix verpflichtet ausser meine Meinung über die Testtage kundzutun und das mache ich hiermit ja auch. Was da oben steht, ist meine ehrliche Meinung, offen rausgesagt, genau so erlebt und gefühlt… Und wenn jetzt wer wissen will, warum die gerade mich eingeladen haben… nun, anscheinend findet mein Schottland-Reisebericht doch bei so manchen Gefallen…

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