Mardi Gras, Bulls und nackte Frauen

Ihr erinnert euch noch an meinen Kroatien Urlaub heuer im Sommer? An Alma und ihren Bruder? Nein, nein, keine Sorge, ich hab nichts von den beiden gehört, aber ich krieg immer wieder von Lesern hier zu hören, dass die Geschichte doch etwas, nun sagen wir mal, moralisch nicht ganz einwandfrei sei.

So auch kürzlich Abend. Eine ehemalige Arbeitskollegin (und damit verrate ich, keine Sorge, nicht zuviel, schließlich hab ich ja schon bei mehr als nur einer Firma gearbeitet) lässt wieder mal etwas von sich hören. Und während wir so plaudern checkt sie meinen Blog und die Einträge der letzten Monate, sprich, sie bringt sich auf einen aktuellen Stand, was sich so in meinem Leben getan hat bei mir im letzten Jahr. Und stolpert natürlich auch über die Almageschichte und ist entsetzt. Weil ich hätte doch damit rechnen müssen. Und mit südländischen Brüdern sei doch schon mal überhaupt nicht zu spassen (und sie kennt sich aus, ist schließlich selbst aus der Gegend). Und ausserdem und überhaupt.

Was jetzt für mich mal nicht so tragisch war. Schließlich was passiert ist ist passiert und mein Leben ist mein Leben und dazu steh ich.  Abgesehen davon, soll sie doch eine bessere Urlaubsgeschichte erzählen die züchtiger ist als meine…

Hat sie auch. Zumindest auf den zweiten Blick, auf den ersten Blick klingt das ganze, nun, wie soll ich sagen, leider war es ja doch nix, sonst hätt ich doch auf Fotos bestehen müssen oder mich selbst mit Ketterln eindecken müssen.

Aber fangen wir vorne an, ist beim Geschichten erzählen meistens auch besser so (Quentin Tarantino mag hier als Ausnahme zur Regel dienen). B. (nennen wir sie der Einfachheit halber mal so, das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass sie tatsächlich so heisst. Könnte aber schon sein.) war also vor kurzem in den USA. Unibedingt, aber halt doch irgendwie auch Urlaub, also lassen wir das ganze als Urlaubsgeschichte durchgehen, wir wollen mal nicht kleinlich sein. B. möge mir verzeihen, aber ab New Orleans hab ich nicht mehr so richtig zugehört. In Grobfassung was mir noch in Erinnerung blieb, Chicago, Washington, ein Bulls-Match, ich glaub das Weisse Haus und ein paar andere ganz tolle Sachen. Aber und wie gesagt, ab hier hab ich gedanklich ausgesetzt, sie war mit ihren Freundinnen auch genau zu Mardi Gras Zeiten in New Orleans. Und da wurde ich schon mal hellhörig. Denn irgendwie wollte sie den Teil so richtig gar nicht erzählen. Ist ihr nur so eher zufällig rausgerutscht, dass in New Orleans grad Riesenparty angesagt war und “naja dann sind wir auch schon weitergefahren”. Hat mir aber ein bisserl zu sehr nach Ablenkung geklungen, hab ich also nachgefragt, welche Party da war. Mardi Gras. Ach so. Und viele Ketterl bekommen? Ihre Antwort: “Tonnenweise.” Wundert mich auch nicht, schließlich ist ja B. ein hübsches Mädel. Und ihr wisst schon, wann man Ketterl beim Mardi Gras bekommt? Und jetzt frag ich euch. Warum soll die Geschichte sittsamer sein als meine? Nackt in New Orleans rumrennend und Ketterl von fetten Amis kassieren, da kann ich doch gleich auch kroatische Eisverkäuferinnen kennenlernen, oder?

Wie die Geschichte dann auf den zweiten Blick tatsächlich war als ich letztendlich alles richtig verstanden habe? Wollt ihr nicht wissen, glaubt mir. Der Gedanke an B. in New Orleans mit Ketterln um den Hals ist viel schöner :-) Ach und B., ich hätte da glaub ich auch noch ein paar Ketterl bei mir rumliegen…

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