Schlagwort-Archiv: Schule

Lieben wir nicht alle ein Kebap? Und wissen wir, wie man es essen sollte?

Ich bin geständig, ich habe in meinem Leben unzählige Kebab gegessen. In Bruck, dem Ort, in dem ich gute 10 Jahre die Schulbank drückte, gab es zwei Läden damals. Der eine produzierte geschmacklich vergessenswerte, der andere, direkt am Hauptplatz gelegen, verführerisch nah dran am Weg von der Schule zum Bus, himmlisch leckere. Ratet mal, welches Lokal wir damals fast täglich aufsuchten. Und auch noch nach dem Ende der Schulzeit sind wir oft einfach nur wegen einem guten Kebab nach Bruck gefahren. Und bis heute hole ich mir fast jedes Mal, dass es mich nach Bruck verschlägt, einen, sollte es halbwegs zeitlich passen…

Also glaubt mir, ich kann Kebab essen. Und trotzdem habe ich in diesem wunderbaren Text noch einiges dazugelernt… Absolute Leseempfehlung von mir. Und ich bin jetzt weg, mir ein Kebab holen…

Eine Hochzeit, drei Ex-Studenten und keine Profiteroles (oder) Was für ein Wochenende (8)

Ein klassisches “Was für ein Wochenende“-Wochenende… aber der Reihe nach, alles immer von vorne… aber ins letzte Detail geht nicht, ihr verzeiht…

Freitag aus Gründen länger als geplant dem Broterwerb nachgegangen und deshalb leider auch das Blutspenden mit I. verschieben müssen, aber weil I. sowieso noch Billy brauchte war das dann wohl auch nicht ganz so tragisch. Durch das länger arbeiten dann früher daheim gewesen und deshalb sogar noch die Wohnung etwas auf schön machen können bevor mit Chris, Michi, Steffi, Daniel und Verena der Großteil meiner Ex-Studien-Kollegen vor der Tür stand. Die Mischung ausgewogen, 3 x Ex-Studenten, 3 x noch aktiv und es wurde ein langer, gemütlicher Abend. Wie jedes Mal gemeinsam geschnippelt und gekocht, dieses Mal Puten-Geschnetzteltes mit Reis und Nudeln und im Anschluss mein Special-Himbeer-Tiramisu. Witzigerweise war Steffi begeistert und Verena nicht wirklich aber warum uns das alle nicht gewundert hat war auch klar.

Dass es auch schon wieder bald 1 1/2 Jahre her ist, dass ich mich entschlossen habe, das Studium abzubrechen und zu machen, was ich jetzt mache hat mich dann auch überrascht, ändert aber nichts daran, dass die Entscheidung immer noch die genau richtige war. Ist mir Freitag wieder mal so richtig bewusst geworden. Auch wenn es durchaus reizbar gewesen wäre, jetzt grade 3 Monate nach Deutschland zu gehen, um dort ein Auslandssemester durch zu ziehen. Ach und wegen dem Kühlschrank… keine Sorge, ich bin nicht nachtragend…

Samstag dann früh raus, zwingend notwendigerweise endlich beim Frisör gewesen und dann auch schon auf den Weg gemacht ins Schloss Obermayerhofen. Schließlich heiratet der Böckl ja nur einmal. Hoff ich zumindest für ihn. Dort dann Gregor, Manu und Diana und ein paar andere der alten Partie getroffen und herrlichsten Spaß gehabt. Es ist schließlich durchaus interessant, einen Haufen Typen seiner Vergangenheit zu treffen und ohne große Probleme sofort wieder Verhaltensweisen von damals anzunehmen. So haben wir ganz sicher für eine Menge Spaß und Unterhaltung auf der Hochzeit gesorgt (die, ich sag es gerne, durchaus auch emotional war). Schließlich hab ich den Tisch gerockt, auf dem ich eingeteilt wurde, Tisch Washington hat redlich mitgehalten und die kleine Geschenk-Überreich-Anmoderation war dann auch sicherlich in der Tradition so einiger meiner HAK-Ball-Mitternachtseinlagen-Moderationen. Aber was soll ich sagen: Ich höre mich halt wirklich gerne reden. Und das von uns Jungs einschließlich meinereiner kein einziger mit der Braut aber alle mit dem Bräutigam getanzt haben, hat wohl nichts zu bedeuten. Oder aber sehr viel.

Beim Strumpfbandwerfen hab ich mich dann zwar nicht vorgedrängt, gefangen hab ich es aber trotzdem und wenn das die selbe Bedeutung hat wie das Brautstraußfangen, nun, dann immer her mit den heiratswilligen Mädels. Oder gilt da der Spruch, dass man die erste heiratet, die dann das Strumpfband in der Hand hat?

(was Hochzeitsphotos betrifft, ich selber hab ja nicht, krieg aber angeblich welche nachgereicht, werde ich dann natürlich hier auch machen, keine Sorge)

Ebenfalls aus ganz obigen Gründen habe ich übrigens bei der Hochzeit außer einem herrlichen Essen nichts zu mir genommen und bin dann irgendwann nach Mitternacht nach Hause gerauscht und nach einer sehr kurzen Nacht mit D. brunchen gewesen. Obige Gründe sind nämlich zum Glück dann doch nicht schlagend geworden. Der Brunch selbst ein Genuß, mehr sag ich dazu hier jetzt nicht. Auch nicht, warum ich dann doch keine Profiteroles mehr gegessen habe. Und ich beantworte auch nicht die Frage, warum D. Gas gegeben hat obwohl ich gefahren bin…

… aber ich habs ja gesagt, was für ein Wochenende…

ach und was jetzt gar nichts zur Sache tut und nur zur Dokumentation dient: 14 = 124

off the Facebook, past & future

Natürlich findet man einen Nerd wie mich auf all diesen Social Networking, Web 2.0igen was weiss ich Seiten. Sei das jetzt Facebook oder Xing und natürlich hab ich auch einen Account bei YouTube und Vimeo und StudiVZ und was weiss ich sonst wo noch. Und weiters ist es natürlich so, dass ich dort hauptsächlich mit den Leuten kommuniziere, die ich sowieso mindestens einmal pro Woche sehe, rede, höre, mit ihnen auch ansonsten telefoniere (natürlich über Skype :-) ), chatte und sonstjedwede (ist das ein existierendes Wort?) Kommunikationsform.

Aber manchmal trifft man dort auch Menschen, mit denen man schon Jahrzehnte keinen Kontakt hatte. Die man eben schon jahrelang nicht mehr gesehen hat, nichts von ihnen gehört hat, keine Ahnung hat, welchen Weg ihr Leben eingeschlagen hat.

Mir ist das erst kürzlich, innerhalb von nicht mal 2 Wochen, gleich dreifach passiert. 3 Menschen, die ich mehr oder weniger gut kannte, aber immer sehr sehr gerne mochte, weil sie damals wirklich gute Freunde waren. Und die ich, warum auch immer, fast komplett aus den Augen verloren hatte. Von M. hab ich ab und an ein paar Newsfetzen vom Böckl berichtet bekommen, B. (nicht die Mardi Gras B., ich kenn auch noch andere B.s) war völlig verschwunden seit bald 15 Jahren und den guten alten P. hab ich in den letzten 7 Jahren 2 x zum Mittagessen getroffen. Also auch nicht gerade DER enge Kontakt. Und was jetzt besonders schön an diesem Wiederfinden war, ist die Tatsache, dass M., mit der ich musik- und literaturmässig schon immer auf einer Wellenlänge war, nur ein paar Minuten in meinem Facebook-Account rumstöbern musste, ein paar Beiträge hier gelesen hat, und sofort zum Ergebnis kam, dass sie an meinem bisherigen Lebensweg nichts wirklich wundert. Und andererseits P. meinte, dass er mich so ja überhaupt nicht kennen würde, nicht nachteilig anders, aber eben anders mich heute sehen würde. Ja und mit B. zu plaudern und diskutieren macht auch immer noch den selben Spass wie früher.

Und damit komm ich auch schon zum Conclusio dieses doch etwas sinnentleerten Beitrags: egal ob es sich nun um Menschen handelt, die mich gut oder weniger gut kennen, die ich jahrelang nicht gesehen hab oder jeden Tag mit ihnen persönlich, von Angesicht zu Angesicht, kommuniziere, ich mich jetzt tatsächlich verändert habe oder nicht oder nur teilweise, nur in der Wahrnehmung mancher, die natürlich auch alle nur gewisse Aspekte von mir, meiner Persönlichkeit wahrnehmen, ich freu mich über jeden alten und neuen Bekannten und wer mich kennt und mich zu seinen Facebook oder Xing oder was weiss ich Freunden zählen will, einfach eine Adden-Anfrage schicken…

(ach und wen das B. und M. und P. wundert, nun, Mädels – und B. und M. sind Mädels – kurz ich hier immer schon ab, einfach aus dem Grund, dass sich ein Mädel mal gewünscht hat, nicht mit vollem Namen hier genannt zu werden und seit dem halt ich das halt bei allen so. Und P. ist in einer ganz geheimnisvollen Position in der Botschaft eines grossen Landes tätig, darf hier nicht näher darauf eingehen, ist aber Top Secret und…)

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was für ein Wochenende (2)

Fangen wir mit der Haupterkenntnis dieses Wochenendes an: auch wenn mein 30er schon ein paar Wochen (ja, Wochen!) zurückliegt, dieses Wochenende nun steht endgültig fest – ich bin vielleicht nicht unbedingt alt, aber jung bin ich auch nicht mehr. Warum? Ich meine, ich bin doch noch immer spontan, hab keine festgefahrenen Lebensgewohnheiten, lebe mein Leben so wie es mir begegnet, setz mich ab nächster Woche nochmal auf die Schul(bzw. Uni-)bank, bin also jederzeit für mein Leben durcheinander wirbelnde Veränderungen bereit. Warum also gerade jetzt diese Erkenntnis?

Der Reihe nach: Freitag abend ein Date, selbst für meine chaotische Planung (siehe hier) etwas ungewöhnlich aber nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen) wunderschön, Samstag dann ein ganz normaler Samstag (ein Zwischenspiel quasi, der Übergang von Jung zur nächsten Stufe?) und dann Sonntag in Zurndorf. Grillen mit Schwester und Neffen.

Und der Noah aufgeregt und keine Minute stillsitzen könnend. Warum? Weil er morgen seinen ersten Schultag hat. Und das war der Hammer. Weniger das dieser kleine Kerl, den ich ja quasi erst gestern in ein Taufbecken getaucht hab in die Schule geht sondern vielmehr der Gedanke, dass meine kleine Schwester, meine kleine Schwester deren grosser, vor allem aber älterer Bruder ich ja demzufolge bin, Mutter eines Kindes im schulpflichtigen Alter ist. Ich mein, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Kind im schulpflichtigen Alter!

Der kleine rechts oben, der da die Faust so ballt – der hat tatsächlich einen wahnsinns rechten Schwinger, hat meine Nase beim rumblödeln heute schmerzlich festgestellt…

So ganz nebenbei, der Sommer ist jetzt wohl – obwohl unsere traditionelle Summer Ending Party (heuer mit Spansau und erstmals mit DJ) erst in knapp einem Monat steigt – entgültig vorbei. Zumindest freu ich mich schon unheimlich auf den Herbst. So viele spannende, aufregende Dinge die anstehen die nächste Zeit.

UPDATE: tatsächlich eine spannende, aufregende Sache weniger die ansteht für die nächste Zeit. Welche das ist? Sagen wir mal so, das ist nun mal wirklich off the record

10 Jahr sollen das schon wieder sein?

Abgesehen davon, dass mir gerade auffällt, dass meine letzten Beiträge hier fast alle mit einem Fragezeichen im Titel angekündigt werden und ich mich gerade frage, ob das jetzt ein neuer Spleen von mir, gerade Zufall oder was ganz anderes ist, ich werde wohl wirklich alt.

Anders kann es ja wohl nicht sein, schließlich feiere ich nicht nur in wenigen Wochen meinen 30er, sondern hab morgen auch noch 10jähriges Klassentreffen. Und irgendwie kann ich mir grad gar nicht vorstellen, dass das 10 Jahre her sein soll, die Schulbank gedrückt zu haben.

Wobei – bei diesem Klassentreffen fällt es mir aus guten Gründen ein bisserl schwerer als erwartet. Schließlich ist das ja nur die neue Klasse, nicht die alte. Mit denen hab ich ja – mit Ausnahme natürlich von Hund un Zsaisch – nur ein Jahr die Bank geteilt. Und irgendwie hab ich mich da doch immer als Aussenseiter gefühlt, wenn auch im positiven Sinne. Ich will ja nicht auf irgendwelchen urban legens bezüglich meiner ach so schlimmen Lausbubenstreiche herumreiten, aber die neue Klasse in die ich damals kam war schon eher von Strebern beheimatet. Lassen wir die Formulierung mal so stehen.

Und auch wenn im Endeffekt das letzte Schuljahr dann eh ganz lustig war – schließlich waren ja da noch eben Hund und Zsaisch und ich will ja wie gesagt auf nix herumreiten, aber wir drei haben schon eine ganze Menge Streber aufgewogen – so wie die alte Klasse war das Klima und das Miteinander doch nie.

Obwohl wir ja von der alten Klasse noch kein Klassentreffen hatten, vielleicht aber auch gerade deswegen…