17 Jahre waren eine lange Zeit

Weil dann doch überraschend viele nachfragen, eine kleine Erklärung…

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Wie so vieles im Leben. Alles kommt irgendwann zu einem Ende. Manchmal will man es so, manchmal ergibt es sich zwangsläufig, manchmal kann man es nicht verhindern. Manchmal hat man in Wirklichkeit schon viel zu lange zugesehen und nichts gemacht, um das, was man geliebt hat, zu ändern. Denn etwas ändern, laut aufschreien, das hätte ich tatsächlich schon vor langer Zeit müssen.

Schließlich war ich – um ehrlich zu sein – schon die letzten paar Jahre angepisst über die Stückauswahl. Dass es sich dann letztendlich zu einem großen Drama zugespitzt hat, ist schade, aber die Spielleut sind eine Theatergruppe. Drama is part of the game, oder?

Warum und wieso gehört nicht hierher, Gerüchte, ich wäre angepisst, weil ich nicht die Hauptrolle spielen durfte, kommentiere ich nicht mal. Ich meine, ist doch klar, bei meinem Ego mach ich doch sowieso jede Rolle zur Hauptrolle, oder? Letztendlich war es wohl nicht der eine Grund, sondern eine Kombination aus vielen kleinen, die dafür gesorgt haben, dass mir das Theater spielen nicht mehr den Spaß gemacht hat, den es als Hobby machen sollte.

Denn schließlich ging es mir ja vor allem auch immer um die Proben. Um die viele Zeit das ganze Jahr über. Es ist, bzw. war, immer noch nur eine Freizeitbeschäftigung. Ich habe einen Job, den ich mag, bei dem es mich meistens auch nicht stört, wenn es mal länger dauert. Ich habe die Wunderbarste, die sich auch ein bisserl meiner Zeit verdient hat. Ich sollte eigentlich noch viel mehr sporteln, als ich es jetzt tue. Ich muss mich nicht zu einem Hobby zwingen, das übers Jahr so viel Zeit frisst. Denn das war es zum Schluss. Das Theaterspielen hat die letzten Jahre nur mehr Zeit gefressen. Früher hat es mir noch Kraft gegeben.

Man sagt ja:

Love it, change it or leave it.

Liebe ist es nicht mehr, zum verändern bin ich zu spät dran, da hätte ich früher aufschreien müssen. Bleibt also nur mehr eines:

17 Jahre waren eine lange Zeit. Es waren schöne, aber auch anstrengende Jahre, oft war es mühsam, wir haben trotzdem immer viel gelacht, auch gestritten, wir sind vom Waldviertel bis nach Bozen gereist für und mit und durch dieses wunderbare Hobby. Letzten Sommer war es Zeit für mich, etwas altes zu beenden und weiter zu ziehen. Und deshalb werde ich heuer im Frühjahr nicht auf der Theaterbühne stehen. Tut mir das weh? Nein, überhaupt nicht, seltsamerweise vermisse es nicht einmal. Von daher ist es wohl auch wirklich die richtige Entscheidung gewesen.

Ob mich die Theaterbühne mal wieder sieht? Ich weiß es wirklich nicht… Jetzt ist mal volle Konzentration auf meine Fußballerkarriere angesagt, irgendwer muss ja diesem Alaba Konkurrenz machen, dann klappt es vielleicht auch mit der Qualifikation für die nächste Weltmeisterschaft (die EM-Quali könnte noch ein bisserl zu früh für mich kommen…).

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