Bengalisches Feuer oder Mein fast schon unheimliches Talent für die wirklich guten Sitzplätze (Teil 3)

Hier und hier haben wir gelernt, dass ich Österreich hauptsächlich verlieren sehe und das meist noch von – sagen wir es, wie es ist – ziemlich beschissenen Plätzen aus. Was uns noch fehlt, ist ein Ausblick in die Zukunft und die Erklärung meiner Fangesängeaversion und damit wären wir dann auch am Ende dieser kleinen Serie angelangt.

Wie es zukünftig mit mir und meinem Sitzplatzproblem weitergeht? Nun, das nächste Ländermatch am 15. November gegen die Türken werde ich wohl auslassen, ist ja schließlich nur ein Freundschaftsmatch, da fehlt mir irgendwie die Spannung. Wie es dann im Frühjahr weitergeht, weiß ich doch noch nicht jetzt, aber eines Tages, soviel ist sicher, werde ich den perfekten Platz finden.

Und mein Problem mit Schlachtgesängen. Nun, wir schließen jetzt mal von vornherein alle rechten, rassistischen, andere beleidigenden Gesänge aus, dass die indiskutabel sind, sollte ja sowieso jedem klar sein. Bleiben noch die dummen über: „Wir singen rot, wir singen weiss, wir singen rot-weiss Österreich.“ Nicht, das ich jetzt ein Superpatriot bin, der schon auszuckt, wenn unsere Fahne beleidigt wird, he, das ist ein Stück Stoff, nicht mehr, aber dieser Stofffetzen ist rot-weiß-rot und nicht rot-weiß. Also wenn schon, denn schon. Besonders ärgern tut mich aber der ach so tolle Stadionsprecher Andi Marek, der nicht mal ein halbwegs konstruktives Zweisatzinterview mit einem prominenten Gast im Stadion führen kann, der begeistert und völlig falsch irgendwelche dämlichen Schlachtgesänge anstimmt, der… ach, ich darf mich nicht so aufregen, das schadet meiner Haut. Lassen wir es gut sein. Nur so viel, ich würde Marek auch nicht wollen, wenn ich Rapidler und kein Austrianer wäre… hoffe ich zumindest inständig!

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