Irland 2012 – Day 1 to 4 (Von Fischamend nach Bratislava, von Dublin über Kilkenny nach Killarney inkl. Ring of Kerry & Ring of Beara)

Day 1… Bratislava, Glendagouh, Kilkenny (07.10.)

Von Leo & Susi nach BTS gefahren, haben auch brav gewartet die beiden bis wir durch die Sicherheitskontrollen durch sind und dann geht der Urlaub auch schon los.

Nämlich in einem wunderbaren Massagesessel im Transit. 8 Minuten durchkneten für 4 Euro. Traumhaft. Der Flug mit Ryanair selbst dann etwas unruhig, auf dem Tab ein bisserl gespielt und Videos geguckt.

Dublin Airport dann bei weitem nicht so schön wie Wien. Also Auto bei Avis ausgefasst, Y. etwas unruhig wegen Linksverkehr, also ich mich als erster hinters Steuer geklemmt und schon ging es los. Wobei, nicht allzu weit. Verpflegungszwischenstopp beim großen M.

Satt dann quer durch Dublin – Navi spinnt wohl. Aber egal, irgendwie tatsächlich auf dem Weg nach Glendagouh. Kann schon verstehen, warum Kevin gerade hier ein Kloster gegründet hat. Herrliche Landschaft.

Durch die Wickow Mountains Richtung Kilkenny erster Schafkontakt auf der Strasse. Und dann. Der erste irische Supermarkt. Ich liebe englische Supermärkte. Schokolade. Ginger Ale. Jelly. Das Leben ist gut zu mir.

Kilkenny gegen 20 Uhr erreicht. 190 Kilometer für den ersten Tag mit dem Auto ganz brav. Plus knappe 8 zu Fuß. Kilkenny selbst eine alte Stadt. Sehr alt wohl. Aber wir zu müde. Von daher, Kebap verdrückt, die irische Liveband im Pub daneben für heute für zu laut empfunden, von daher ab ins Bett. Hostel ganz nett, blöderweise haben die 2 deutschen Backpackermädels, die knapp vor uns angekommen sind, grade Käsnudeln gekocht. Stank etwas. War aber egal, hatte ja Y. dabei, müsste also nicht freundlich zu anderen Menschen sein…

Day 2… Kilkenny, Rock of Cashel, Cahir, Killarney (08.10.)

Kleines Frühstück, kleiner Spaziergang durch Kilkenny. Montag und nichts öffnet vor 10.30 Uhr. Also doch, ein Cafe. Irgendwo müssen diese Zeilen ja entstehen.

Autobahn nach Cashel. den dortigen Rock besuchen. Aber zuerst haben wir Cashel nach einem Klo durchpflügt. Blöderweise haben wir weder das große M noch sonst irgendwas gefunden, also leider leider rein in den nächsten Tesco. Müsste ich leider wieder bei Schokolade zuschlagen. Und gleich fürs Mittagessen versorgt. Am Parkplatz mit Blick auf den Rock of Cashel dann herrliche selbstgemachte Sandwiches verdrückt. Bei strömendem Regen. Den Rock, also die daraufliegende Burg, dann kurz von außen beäugt und weiter nach Cahir gefahren. Mit der wunderbarsten erstmals am Steuer. Aber sie ist ja auch kein Mädchen, ging also alles gut.

In Cahir ins dortige Castle auch mal rein. 100.000 Stiegen. Hohe und schmale. Nix von wegen gemütlich. Und meine 09er-Schottland-Erkenntnis hat sich wieder bestätigt. Im Mittelalter wäre ich ein Riese gewesen.

Weiter Richtung Killarney am Weg dann ein Hinweisschild gesehen. Knocknaville Stone Circle. Also einfach links ran und dem Schild gefolgt. Die Strasse wurde schmaler, es ging bergauf, Nebel zog auf, Schafe neben der Strasse, die Strasse wurde zum Feldweg, Schafe auf dem Feldweg, der Nebel ging über in einen starken Nieselregen. Herrlich. Dann der Steinkreis. Etwas abseits. Mitten in einer Weide. Nachdem wir über den Zaun geklettert waren, bemerkten wir, dass die Weide eher ein Moor ist. Wasserüberflutete Wiese ist ja an und für sich ganz nett, Y. Converse waren halt nicht ganz wasserdicht. Vor allem retour dann… Aber zuerst zum Stone Circle…. Eh, ja… Der Weg ist das Ziel. Der Kreis selber? 4 Steine. Kleine Steine. Zu zweit hätten wir sie wohl mitnehmen können. Also wenn da nicht das Moor retour gewesen wäre. Denn auch ohne Steingewicht versank Y. bis zum Schienbein im Gatsch. Oder ist sie ausgerutscht? Es sah auf jeden Fall sehr lustig aus…

In Killarney das Hostel fast auf Anhieb ge- und für gut befunden. Das kleine Nickerchen hat Y. dann ausgeknockt. Abends bisserl durch die Stadt, göttliche Fish & Chips bzw. Monster Burger. Hieß wirklich so das Teil. Hatte Y. Anschließend synchron in die Matratze gekippt.

Day 3…  Ring of Kerry (09.10.)

Dank Y. und ihrem (nicht abgeschaltenem) Wecker Tagwache um 5 Uhr früh. Zeitverschiebung sei dank. Um 6.30 Uhr dann kurzentschlossen das Frühstück im Hostel sausen gelassen und gleich gestartet. Ring of Kerry. Im Morgengrauen, bei Regen und Nebel eine der wohl schönsten Küstenstrassen der Welt erreich und das erste Mal das Meer gesehen. Kurz darauf dann dank Sonntagskindgenen in mir der Regen weg und dem fast übersehenen Hinweisschild zum White Strand gefolgt. Traumhaft schön. Anders als die verlassenen Strände in Schottland. Nicht ganz so schroff, nicht ganz so unwirtlich. Aber trotzdem noch immer nicht lieblich, nicht Rosamunde Pilcher-like. Und gerade deshalb wunderschön.

Weiter der Küste entlang zum Ring of Skellig, der ein kleinerer Teil des Ring of Kerry ist. Klippen rauf marschiert, kurz nach Portmargee, mit Blick auf Skellig Michael. WOW. Du siehst und kriegst nichts mit vom Mehr, gehst 100 Meter ein bisserl bergauf und stehst plötzlich am Rand einer Klippe und schaust 100 Meter runter aufs tosende Meer.

Die Küste entlang noch einen wunderschönen Strand entdeckt – ebenfalls mit Blick auf Skellig Michael – in einer namenlosen, kleinen, verlassenen Ortschaft. Das Hinweisschild „Kein Schwimmen erlaubt“ muss für die ganz harten sein, bei den Temperaturen und den Wellen geht hier doch niemand freiwillig baden…

In Waterfront Rast in einer Hippie Soup Kitchen. Aber mit einem alten Lederthronsessel für mich. Mal schauen, wie das Essen schmeckt. Nachdem bei der Kälte hier drinnen sogar die Butter am Tisch stehen bleiben kann, muss es wohl zumindest frisch sein…

War eh lecker. Y. hatte Fish & Chips, schließlich wollten wir unbedingt Suppe essen. Ist ja immer noch verschnupft die gute. Macht aber nix, wenigstens kann sie nicht über meinen Fahrstil schimpfen, wenn sie die 1/2 Zeit pennt während der Fahrt. Nicht das es etwas zu meckern gäbe über meinen Fahrstil. Ich meine ja nur…

Weiter entlang der N70, der Ring of Kerry ist wirklich eine beeindruckende Strasse. Selten so herrliche Ausblicke so knapp hintereinander erlebt. Nicht mal wirklich in Schottland. Aber ich wiederhole mich. Und der Chocolade Cake den ich grade in Sneem esse, ist auch herrlich. So schließt sich der Kreis. Also jetzt nicht der Ring of Kerry. Der geht noch ein Stückerl.

Das Stückerl dann ähnlich toll wie der ganze Rest. Retour nach Killarney über Kenmare und quer durch den Killarney National Park. Der erst recht WOW ist. Sind aber nicht stehen geblieben. Erstens war es doch schon zu dunkel und wir hundemüde und zweitens nehmen wir morgen die gleiche Strecke, wenn wir den Ring of Beara fahren. Daher direkt ins Hostel. Wobei, nicht ganz. Zuerst noch rein in den Supermarkt, ein paar Kleinigkeiten zum essen gekauft und im Hostel ein paar leckere Sandwiches verspeist. Und glaubt es oder nicht. kurz nach 7 eingepennt und mit einer kurzen Unterbrechung um 3 herrlich bis kurz vor 8 am nächsten Morgen geschlafen.

Day 4… Ring of Beara (10.10.)

Zweiter Ring. Also um 9 Uhr Abfahrt, wieder durch den Killarney National Park. Dieses mal ohne müde und mit Sonnenschein. Was für eine Landschaft. Schroff, Felsen, Seen, eine Strasse auf den Großglockner rauf und biegst du zwei mal um die Kurve siehst man wieder das Meer.

Kenmare links liegen gelassen und damit schon auf dem Ring of Beara. Etwas urtümlicher, weniger touristisch erschlossen wohl. Quer über den Healy Pass auf die Südseite der Insel. Healy Pass dabei ist wahres Hochgebirge. Auf nicht mal 300 Höhenmeter. Vom Feeling her mitten in den Hohen Tauern. Bei strömendem Regen. Aber eh schon wissen. Drei mal um die Kurve und man sieht das Meer. Die Küste entlang nach Castletown Bearhaven. Mitten am Hauptplatz direkt am Hafen ein wunderbares, spätes irisches Frühstück verspeist. Y. ist heute zuckersüss leicht erfroren und semigrantig. Und isst eine Hühnersuppe. Liegt wohl am Touristenbus, der grade einkehrt. Was blockieren die alten Mädels aber auch seit gefühlten Stunden das einzige Klo. Draußen regnet es immer noch. Nicht ständig. Nicht stark. Aber es regnet. Der Herr lobe mir die Regenhüllen für die Kameras.

Ich kann übrigens keinen Unterschied erkennen, wenn die Kellnerin mit einem Touristen oder einem Einheimischen redet. Immer alle gleich freundlich. Und verstehen tut man sie alle sowieso nicht. Der Akzent ist ein Hammer. Bin gespannt wie das wird, wenn wir weiter in den Norden raufkommen.

Weiter Richtung Dursey Island. Wirkliche, wahre Single Lane Roads. Sehr verlassen die Landschaft. Tatsächlich viel weniger touristisch als der Ring of Kerry. Aber nicht weniger schön. Anders. Durch den Regen und Nebel noch mystischer.

Dursey Island dann die Seilbahn natürlich grade abgefahren und sowieso alles im Nebel, daher Fahrerwechsel und retour auf der Nordseite der Beara-Halbinsel. Y. mit Pech. Gleich der erste Ire, der ihr entgegen kommt, touchiert sie. Ist aber nicht weiter dramatisch, ein kleiner Kratzer und wir haben ja sowieso die Premium Versicherung gewählt. Also kein Selbstbehalt…

Beara ist wunderschön. Der Nebel passt heute. Macht alles so verwunschen, entrückt. Die Lichtblicke da und dort wenn die Wolken mal doch ein bisschen Licht durchlassen, zeigen eine wunderschöne Küste. Herrliche Panoramen. Und Schafe.

Y. bleibt am Steuer bis zurück nach Killarney und ich kann die Landschaft genießen – wenn ich mich nicht grade irgendwo festkralle. Ich bin eben ein furchtbarer Beifahrer… Im Hostel die Route für morgen geplant, zumindest im Ansatz. Über Tralee und mit der Fähre zu den Cliffs of Moher und den Burren. Quartier dann wohl in Doolin. Mal gucken, was es wirklich wird….

Abendessen in der Burgerbude. Y. bleibt skeptisch. Ich strotze vor Zuversicht und ungesättigten Fettsäuren…

— Fortsetzung folgt —

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