Irland 2012 – Day 13 to 15 (Volles Dublin, getrennte Betten, Guinness und ein Häfen-Aufenthalt)

Teil 4 des Irland 2012-Reiseberichts. Teil 1Teil 2 hier und Teil 3 findet ihr hier. Die letzten Tage in Irland verbrachten wir in Dublin, warum uns die Stadt nicht ganz so begeistert hat, ob wir daran vielleicht selbst schuld waren, warum wir in getrennten Betten schliefen und wie wir wieder nach Hause kamen, verraten wir euch jetzt…

 

Day 13… Navan, Dublin (19.10.)

Besonders früh raus, Abschied vom netten, alten B&B-Ehepaar und auf die Strasse nach Dublin. Gut reingekommen, Hostel gefunden, das Gepäck deponiert und dann das Auto bei Avis retourniert.

Mit dem Bus Richtung Innenstadt, dort mal in der Tour-Info mit Infos aufmunitioniert und dann retour ins Hostel, restliche Sachen einlagern, Zimmer beziehen. Dabei festgestellt, dass ich das erste und einzige mal beim Zimmer organisieren Mist gebaut habe. Hab nämlich übersehen, dass das Zimmer für die letzten zwei Tage in Dublin kein Double Room ist sondern ein Twin-Share-Room. Sprich, zwei Einzelbetten, in diesem Fall in Form eines Stockbettes. Naja, kann passieren und dafür, dass wir on the road nichts vorab gebucht hatten, sondern immer nur auf gut Glück gesucht haben und immer gut Glück hatten, geht das für die letzten beiden Nächte in Ordnung. Wobei, eigentlich nur 1 1/2 Nächte.

Für heute auf jeden Fall den Norden der Stadt zu Fuss ins Auge gefasst und wie schaut das erste Fazit nach 7 Kilometern aus? Nun, gute 1 1/2 Tage Dublin werden reichen. Ist eine nette Stadt, keine Frage. Aber wir sind einsame Strände, raue Landschaften, grüne Hügel, menschenleere Landstriche gewohnt. Und damit kann Dublin wirklich nicht mithalten. Nach all den bezaubernden Landschaften, diesen herrlichen Gegenden, fehlt Dublin einfach ein bisserl der Charme. oder aber ich bin auch nur einfach müde…

Schließlich sind es ja auch schon wieder weitere 7 Kilometer zu Fuss. Daher Pubpause. Ich Tagebuch, Y. liebt und „genießt“ ein Guinness. Keine Ahnung warum. Wirklich schmecken dürfte es ihr nicht. Aber sie trinkt es tapfer – und mittlerweile leicht angeschwipst – aus. Damit wäre das dann aber auch erledigt.

Day 14… Dublin (20.10.)

Einmal quer durch Dublin steht auf dem Programm. Also frühmorgens Frühstück in alter Kirche, ich nehme mal an, das Hostel wird mal ein Internat gewesen sein… Hat auf jeden Fall ein bisserl was von Harry Potter. Wie auch immer. Raus auf die Strasse, runter zum Hafen. Altes Segelboot anschauen. Dann rein in die Strassenbahn und Füße schonend quer durch die Stadt zum alten Gefängnis. Schwieriger Name. Kilmainham Gaol. Muss ich noch googeln ob so richtig.

Drinnen – wie bisher eigentlich immer – nur mit Führung anschaubar. Finde ich aber gar nicht schlecht. Schließlich würde man sonst viele der Geschichten einfach nicht mitbekommen. Bis auf die Tatsache, dass unser Guide wohl einen schlechten Tag hat und die Geschichten etwas, sagen wir, emotionslos abspult. Aber tolle Geschichten. Spannender Ort.

Draußen dann beim irischen Spar ein gefülltes Weckerl besorgt und gemütlich auf einem Bankerl ein paar Kindern beim Hurling spielen zugesehen und gegessen.

Dann durch Dublin selbst gewandert. Von vorn bis hinten. CastleTrinity College. Altstadt. Gassen. Museen. Gärten. Denkmäler. Das von James Joyce nicht gefunden. Das von Oscar Wilde ist lustig. Dublin selbst ist… eine Stadt halt. Wir sind nicht gerade enttäuscht. Aber trotzdem, im Vergleich zum Land rundherum kann Dublin halt nicht mithalten. Ist irgendwie kleiner, unscheinbarer. Klar, wir sind jetzt nicht so die in alle Museen Reingeher. Die sind sicher toll. Aber wir lassen uns halt lieber durch die Strassen treiben. Und da hatte zB London oder Prag oder Hamburg oder auch Edinburgh für mich um einiges mehr zu bieten. Auch wenn sensationell viele Freaks unterwegs sind. Ich persönlich bin ja der festen Überzeugung, dass es in Dublin keine Spiegel gibt. Anders kann ich mir die Outfits so einiger nicht erklären. Oder aber ich bin wirklich schon zu weit entfernt von aktuellen Modetrends.

Wie auch immer. Gute 25 Kilometer quer durch die Strassen Dublins, ein paar Souvenirs eingekauft, ging es zurück ins Hostel. Schließlich müssen wir ja sowieso um 3 Uhr raus. Also noch schnell eine Kleinigkeit gegessen, die restlichen Sachen in die Taschen eingepackt (und gehofft, dass wir die strenge Ryanair-Gewichtsgrenze nicht überschreiten) und ab in die Heia.

Day 15… Dublin, Bratislava, Fischamend (21.10.)

Wecker um 3 ist etwas furchtbares. Vor allem, wenn man eh schon seit halb 3 munter ist weil die Hosteljugend vom Feiern zurück gekommen ist. Aber gut. Katzenwäsche, runter auf die Strasse und auf den Airport-Shuttle gewartet, zum Airport gedüst, Gepäck aufgegeben (und die Gewichtsgrenze haarscharf gepackt…), auf den Flieger gewartet, rein in die Ryanair, zurück nach Bratislava gedüst, karliii hat schon gewartet, quer durch Bratislava retour, in Österreich übrigens im Gegensatz zu Irland furchtbarer Nebel und grausliches Wetter und das wars. Aus die Maus. Urlaub Ende.

 

Ansonsten…

Wer an meiner Handschrift interessiert ist, das Originaltagebuch eingescannt kann man sich hier runterladen…

Die komplette Reise als GPX-File aufgezeichnet gibt es hier als Google Earth File, ansonsten einfach ein Screenshot…

Kosten

Flüge – 350 Euro

Mietwagen, Tanken, Fähre – 725 Euro

Unterkünfte – 660 Euro

Eintritte – 134 Euro

Verpflegung – 590 Euro

Souvenirs – 200 Euro

 

bereits erschienen in der Reihe “Irland 2012″

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