off the dackeleinlauf

Weil es kürzlich bei chnübli eine Diskussion zu grüner Sable und ihrer wundersamen Wirkung gab (wenn mich hier mal ein Veterinär aufklären könnte, was es damit auf sich hat wäre ich höchst dankbar) fiel mir wieder die Geschichte vom Dackeleinlauf ein. Und weil ich ja bekanntlich ein mitteilsamer Mensch bin lass ich euch natürlich gerne mitlachen…

Ich sitze also vor vielen vielen Jahren mit dem guten alten Pablo (einem richtig coolen Bauernhofkater, der btw beim Kastrieren zum Tierarzt sagte: „das nennst du eine spritze kleiner?“) beim örtlichen Tierarzt, der nicht nur allgemein ein hemdsärmliger Typ ist (muss man als Tierarzt meines Wissens nach auch sein) sondern mich noch dazu von meiner NÖN-Zeit her kennt und daher zu meinereiner immer speziell hemdsärmlig ist. Brachte mir normalerweise eine besonders schnelle, freundliche Untersuchung, Impfung oder wegen was auch immer ich gerade bei ihm war (also natürlich nicht mir sondern dem Tier das ich chauffieren durfte), an diesem Tag wäre ich aber auch gerne ein völlig normaler unbekannter Kunde gewesen. Wobei, dann könnte ich ja die Geschichte nicht erzählen…

Also wie gesagt, ich sitze gemütlich mit Pablo auf meinem Schoss beim örtlichen Tierarzt, als er in den Warteraum stürmt, alle Anwesenden eingehend mustert und bei meiner Person hängen bleibt. „Clemens, gut dass du da bist, ich brauch deine Hilfe, komm mit.“, sagt er und stürmt weiter. Und weil ich wohl einen Moment zu lange zum Überlegen brauche, was er denn jetzt wirklich von mir will, stürmt er auch schon wieder rein. „Pablo kannst du hier warten lassen, traut sich doch sowieso keiner an seinen Käfig ran.“ (Hatte ich schon erwähnt, dass Pablo nicht nur ein cooler Kater war, sondern auch ziemlich, wie soll ich sagen, bestimmend anderen gegenüber) Also ich auf und ins Sprechzimmer hinterher. Dort aber keine Spur vom guten Tierarzt. Allerdings steht die Tür zur Strasse offen. Also linse ich mal raus und auch dort keine Spur von ihm. Allerdings ein älterer Mann plus Dackel und Sessel draussen. Der mich auch gleich freundlich begrüsst und zu sich winkt: „Sie sind sicher der Helfer!“ Ich und Helfer? O.k. ich hab irgendwann mal den Helferschein beim Schwimmen gemacht und RK-Helfer war ich auch schon ein paar mal, aber hier helfen? Wie? Bei was? Bevor ich das Puzzle selbst zusammensetzen konnte klopft mir auch der gute Tierarzt auf die Schulter, bedankt sich schon mal vorab für die Hilfe, lotst mich auf den Stuhl rauf, drückt mir einen Kübel voll Wasser in die Hand, lässt ihn mich hoch in die Luft halten, schnappt sich den Schlauch der am Kübel dranhängt, packt den Dackel und verpasst ihm, richtig geraten, einen Einlauf.

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt ja keine Ahnung, wieviel Wasser in einen Dackel reingeht (und wie schnell das dann auch wieder rauskommt) aber es war eine sehr, sagen wir mal, interessante Erfahrung. Und für Pablos Spritze musste ich dann im Anschluss auch nicht zahlen. Als Helferlohn quasi. Wenn also hier mitlesende Veterinärmediziner mal Hilfe  bei einem Dackeleinlauf brauchen, jederzeit gerne zu sagen wäre übertrieben, aber gelernt ist gelernt, nich wahr 🙂

das war er übrigens, der gute alte Pablo (wobei, so alt ist er leider gar nicht geworden)

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