Der philosophischen Trilogie dritter Teil oder Warum die Latte niemals hoch genug liegen kann…

“That’s what learning is, after all; not whether we lose the game, but how we lose and how we’ve changed because of it, and what we take away from it that we never had before, to apply to other games. Losing, in a curious way is winning.” (Richard Bach)

Ihr erinnert euch, hatte ich schon mal, zumindest so ähnlich, hier bei dem Beitrag über den unsäglichen Skate-Halbmarathon

O.k. ich bin auf die Schnauze gefallen heute, natürlich bin ich zerknirscht und sauer, aber andererseits

Wir stürzen nur, um wieder aufstehen zu lernen.

Und mir Ziele stecken, die ich ohne Probleme erreichen kann? Wozu dann die Ziele überhaupt erreichen wollen.

Ganz engstirnige Menschen werden jetzt behaupten, damals hätte ich nicht wirklich was draus gelernt, denn schließlich hätte das damals ja Lernprozess sein können, was dann aber siehe Enzersdorfer Herbstlauf gründlich in die Hose ging, aber darum geht es hier ja auch gar nicht. Es geht ums Aufstehen. Ums nicht aufgeben. Es geht nicht darum, Ziele vielleicht nicht zu erreichen, zu versagen. Es geht darum, Ziele zu setzen. Es geht ums wollen. Ums können. Vielleicht ist es dumm, sich Ziele zu setzen, die man unmöglich erreichen kann. Aber welchen Arsch muss man hochkriegen, wenn man sich nur Ziele setzt, die man sowieso problemlos erreichen kann.

Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Und jetzt dürft ihr raten, welchen der Sprüche ich mehr mag. Aber stimmt er auch wirklich? Ist es wirklich so? Ich bin mir da nicht so wirklich sicher. Bin ich wirklich lernfähig? Oder tappe ich doch immer wieder in die selben Fallen? Schließlich hab ich ja grade zum fünften (grob über den Daumen gerechnet) mal ein Abnehmprojekt gestartet. Und auch wenn es bisher ganz gut läuft (wobei, wirklich zum laufen bin ich noch nicht gekommen, das lässt die gar arg vernachlässigte Kondition noch nicht ganz zu, im Moment bewege ich mich hauptsächlich nordic walking-mässig weiter…), die letzten vier Projekte sind dann doch immer wieder entschlummert. Obwohl ich mir gar so viel Tatendrang hineingestartet bin. Und immer aus den Fehlern vom letzten mal lernen wollte. Und natürlich gibt es auch gute Gründe. Schließlich hab ich mir ja alle Bänder gerissen, die man sich reißen kann. Klar. Warum ich dann nachher nicht neu gestartet hab? Pfuuu, gute Frage, oder? Und warum ich nicht zumindest die gesunde, leichte Ernährung fortgesetzt habe? Meine Bandln haben ja nicht wirklich Einfluss auf meinen Magen gehabt, würde man zumindest meinen.

Aber selbstverständlich. Ich habe auch aus diesen Fehlern gelernt, zumindest im Moment, habe vorgesorgt, mit Y. eine treue und strenge Peitscherin an meiner Seite. Die Ziele sind hochgesteckt, die Regeln streng aber nicht zu streng, die Belohnungen definiert, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Oder? Oder?

Versteht mich nicht falsch. Ich schreibe hier jetzt nicht schon ein – erwartetes – Scheitern herbei. Ich verschreie es auch nicht. Und schon gar nicht liefere ich mir eine mögliche Ausrede für nachher. Ein eigenes „Ich hab es ja von Anfang an gewusst“. Nennt mich verquer, verkorkst oder was auch immer. Ich lege mir die Latte dabei selbst nur noch höher. Denn indem ich weiß, dass Scheitern möglich ist, ja sogar sehr wahrscheinlich, erhöhe ich den Druck, eben nicht zu scheitern gleich noch mal, verwehre mir mögliche Ausreden, indem ich sie gleich von vornherein auf den Tisch lege und mir damit für nachher unmöglich mache. Schließlich hab ich es ja eh schon vorher gewusst, warum also nicht besser darauf vorbereitet…

Was ich damit sagen will? Ich weiß es wirklich nicht so genau, aber darum geht es ja auch nicht. Wie es weitergeht? Wir werden sehen…

Die ersten zwei Teile der Philosophie-Trilogie finden sich hier:

Und wer weiß, vielleicht mach ich es ja wie George Lucas. Ob eine Trilogie wirklich beendet ist, kann man auch nach drei Teilen nicht sagen…

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