Lesezirkel #2: Die Langsamkeit des Igels – Review

Lesezirkel #2 also… „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery. Und wieder steht eine Review an. Dann mal ran an die Rezension.

Eines vorneweg: Ich habe das Buch gelesen. Komplett, bis zur letzten Seite. Mittendrin wollt ich es weglegen und das passiert mir bei einem Buch ganz ganz selten. Kommentare beim Schöpfer des Lesezirkels haben mich dann davon abgehalten, da das Buch angeblich ab Kapitel wasweissich an Dampf gewinnen würde. Konnte es nicht. Zumindest nicht für mich. Vielleicht irre ich mich komplett, habe von Literatur nicht den Tau einer Ahnung und bin einfach nur zu dämlich und mit gefährlichem Halbwissen vollgestopft, aber das war nun mal wirklich nicht meines.

Ich empfand den Text, beziehungsweise die Art und Weise wie es geschrieben ist, als furchtbar mühsam. Nicht jetzt, weil zu kompliziert und intellektuell, nönö, im Gegenteil. Die Geschichte selbst hat für mich sowas von keinen Drive, konnte zu keinem Zeitpunkt ein Interesse wecken und irgendwie hatte ich das Gefühl, die Autorin wusste das und hat deswegen versucht, einfach ein paar pseudo-philosophische Gedanken mit einzubauen. Denn dann kann man ja sagen: Nö, du hast das Buch einfach nicht verstanden, das muss langsam sein und die Geschichte entwickelt sich gemächlich und dann noch vor allem die überraschende Wende am Schluss… Aber jetzt mal ehrlich, wirklich so überraschend? Und die Geschichte an und für sich nicht doch etwas zu arg konstruiert? Ich vermute, und wie gesagt, nur meine Vermutung und ich kann natürlich grandios falsch liegen, die Autorin hatte die Idee für die durchaus, möglicherweise, interessante Figur der Madame Michel und dann hat sie halt irgendwie ne Geschichte drumherum konstruiert.

Bevor ich mich zu sehr ereifere hör ich auch besser auf, drei Dinge nur noch:

  1. Den Schluss fand ich besonders schlimm, da er für mich nicht so sehr die große Überraschung bot sondern eher ein Eingeständnis war, dass die Geschichte selbst nicht wirklich durchdacht war und halt irgendwie zu Ende gebracht werden musste.
  2. Das erinnert mich irgendwie an die Filme und Story, die glauben, nur mit dem Einsatz von CGI und/oder 3D leben zu können.
  3. Gerade dass mir das Buch nicht gefallen hat, macht für mich den Reiz am Lesezirkel aus. Das Buch hätte ich so sicherlich niemals gelesen und nicht die Bohne hätte ich mich für Rezensionen dazu interessiert. Bin gespannt, wie es mit dem Lesezirkel weitergeht, früher hat es bei uns ja immer geheissen, beim dritten Mal wird es was ernstes… (einen Vorschlag hätte ich auch schon)

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